Dallmayr Grand Cru Yellow Bourbon

Premiumespresso
aus Brasilien
Grand Cru
Yellow Bourbon

Steckbrief

HerkunftBrasilien
Typ   100% Coffea Arabica
GenussDallmayr Grand Cru Yellow Bourbon eignet sich ideal als Espresso und für Cappuccino und Latte Macchiato. In der Tasse entwickelt er eine lang anhaltende, samtigfeine Crema.

Geschmacksprofil

Röstung 
Säure 
Stärke 

Der samtigweiche Klang Brasiliens in einer Kaffeetasse

Dallmayr Grand Cru Yellow Bourbon zieht die ganze sensorische Aufmerksamkeit des Kaffeegenießers auf sich. Aromen von Haselnuss und Mandeln mit fruchtigen Anklängen von reifen Boskop-Äpfeln und Orangenschalen sowie eine leicht schokoladige Süße kristallisieren sich nach und nach heraus und bleiben noch lange am Gaumen haften. Der Abgang ist fulminant. 

Wegen seiner geringen, angenehm ausgewogenen Säure gilt Yellow Bourbon als besonders bekömmlich. Diese zurückhaltende Säurestruktur und ein mittelschwerer Körper sind typisch für Pulped-Natural-Kaffees, die im Folgenden noch näher erklärt werden. Die Bourbon-Bohnen sind von Natur aus mild und sorgen für samtigweichen Kaffeegenuss.

Städte und Eisenbahnnetze gebaut auf Kaffeebohnen

Bossa Nova mit dem Girl von Ipanema, Fußball, 8.000 Kilometer Küste, der endlose Amazonas, Samba und Karneval … all das fällt einem zu Brasilien ein – und noch mehr: das größte Land Südamerikas ist gleichzeitig der bedeutendste Kaffeeproduzent. 

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam Kaffee aus Französisch Guyana nach Brasilien und wird seitdem im großen Stil angebaut. Im 19. und 20. Jahrhundert florierte das brasilianische Kaffeegeschäft so prächtig, dass es letztlich für die Industrialisierung, die Entstehung der großen Städte des Landes und auch für den Ausbau des Eisenbahnnetzes verantwortlich war. Unzählige historische Bahnhöfe zeigen noch heute, wie stark sich das Eisenbahnnetz einst dank des Kaffeegeschäfts entwickelt hat. 

Mit rund sechs Millionen Kaffeebäumen gilt Brasilien heute unangefochten als das wichtigste Produktionsland für Kaffee. Das Land deckt annähernd 35 Prozent des Weltbedarfs. Mehr als fünf Millionen Brasilianer sind in der Kaffeebranche beschäftigt. So mancher von ihnen zählt zu den weltweit berühmtesten Kaffeeexperten. Die Brasilianer können eben nicht nur gut Fußball spielen – auch im Kaffeeanbau sind sie die Nummer eins. 

Auf den Spuren einer geheimen Spezialität im Land des Kaffeegiganten

Über viele Jahrzehnte hinweg legte das Land sein Hauptaugenmerk auf die Maximierung des Exportvolumens bestimmter kommerzieller Typen. Noch Anfang der 1990er Jahre wurden in Brasilien große Mengen Kaffee von eher minderwertiger Qualität produziert. Mit der Einführung von Kaffeebohnen-Prämierungen änderte sich diese Situation. Plötzlich besann man sich wieder auf alte Erfahrungswerte, auf das seit Generationen gewachsene Kaffee Know-how und auf das Gespür, feinste Nuancen kostbarer Hochlandbohnen zur Geltung zu bringen. Fast in Vergessenheit geratene Qualitäten erleben ein Comeback. Eine kleine Sensation ist die Sorte Yellow Bourbon. Unsere Kaffeeexperten haben diese geheime brasilianische Spezialität für das Haus Dallmayr entdeckt.  

Feine brasilianische Auslese für die Miss Brazil der Kaffeebohnen

Yellow Bourbon wird in der Kaffeeregion Cerrado im Südosten Brasiliens angebaut. Fälschlicherweise galt dieses riesige Gebiet, das in etwa der Größe Alaskas entspricht, früher als für den Kaffeeanbau ungeeignet. Die regelmäßigen Auszeichnungen des Yellow Bourbon bei der „Brazil Cup of Excellence“ sprechen eine andere Sprache. 

Der Kaffee wächst auf einem nahezu frostgeschützten Hochplateau auf 900 bis 1.200 Metern. Im Cerrado herrscht ein halbtrockenes Klima mit zwei deutlich getrennten Jahreszeiten und einer mittleren Jahrestemperatur von 20° bis 26° C – optimale Bedingungen also für den Kaffeeanbau. Die Regenperiode fällt auf die Sommermonate zwischen Oktober und April, in denen ein Großteil des jährlichen Niederschlags fällt: ca. 1.100 bis 2.000 mm. In den restlichen fünf Monaten des Jahres, im Winter also, ist das Klima eher trocken. Die Ernte findet etwa in dieser Zeit statt; sie dauert von April bis September.

Von der Ausstrahlungskraft vollreifer, gelber Kaffeekirschen

Was macht nun Yellow Bourbon so besonders? Diese alte Varietät wurde erst vor wenigen Jahren erneut kultiviert. Sie ist selten, kostbar – und empfindlich: ihre dünnen Blätter machen die Pflanze anfälliger für Hitze und Krankheiten. 

Vollreife Kaffeekirschen, die Früchte der Kaffeepflanze, sind normalerweise tiefrot. Nur die Arabica-Sorte Yellow Bourbon weist – wie der Name bereits sagt – eine leuchtend gelbe Farbe auf, sobald sie gepflückt werden kann. Der Anbau ist arbeitsintensiver, die Ernte weniger ertragreich. An den hohen Berghängen des Cerrado können keine Maschinen eingesetzt werden. Reife Yellow Bourbon-Kirschen werden entweder von Hand geerntet oder vom Baum geschüttelt. Dort sammelt man sie auf Tüchern, damit sie nicht den Boden berühren oder womöglich fermentieren. 

Nach der Ernte kommen die Kirschen in Sortieranlagen, wo sie gereinigt und nach Qualität getrennt werden. Ein so genannter „Pulper“ entfernt nun einen Teil des Fruchtfleisches. Anschließend legt man die so behandelten Bohnen zur natürlichen Trocknung auf großen Terrassen aus. Die besondere, hier angewendete Methode, heißt „pulped natural“. Das bedeutet, dass das an der Bohne verbleibende Fruchtfleisch am Trocknungsprozess beteiligt ist: Die Fruchtfleischreste geben während des Trocknens Zucker an die Bohnen ab. Schon in diesem frühen Verarbeitungsstadium bilden sich damit zusätzliche süßliche Aromen heraus.