Dallmayr Grand Cru Masai

Premiumkaffee
aus Kenia
Grand Cru Masai

Steckbrief

HerkunftKenia
Typ100% Coffea Arabica 
GenussDallmayr Grand Cru Masai eignet sich ideal als Filterkaffee und zur Zubereitung nach der French Press Methode.

Geschmacksprofil

Röstung 
Säure 
Stärke 

Jenseits von Afrika dem besonderen Kaffeearoma auf der Spur

Eines der wohl schönsten Beispiele für die Liebe zu kenianischem Kaffee ist die Geschichte von Karen Blixen: Die Pionierin aus Dänemark setzte sich über alle Konventionen der damaligen Zeit hinweg und kam 1913 nach Kenia, dem damaligen British Ostafrika, um am Fuße der Ngong-Berge Kaffee anzubauen. Im Norden Nairobis bedeckten ihre 300.000 Kaffeesträucher ein ganzes Plateau auf 2.000 m Höhe. Kaffee veränderte ihr Leben – und spielt eine große Rolle in ihrem berühmtesten Buch „Jenseits von Afrika“.

„Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge.“

Die ersten Worte aus ihrem Roman gehen in die Literaturgeschichte ein.

Dallmayr Grand Cru Masai stammt von kleinen Farmen mit zum Teil nur etwa 500 Kaffeesträuchern. Diese liegen weiter nördlich von Nairobi, in der Region Nyeri, und bringen ausgezeichnete Qualitäten hervor. Der hocharomatische Premiumkaffee besticht durch sein intensives und würziges Aroma mit einem Hauch Schwarze Johannisbeere.

Mount Kenya Kaffeeanbau in der Nähe eines heiligen Bergs

Mount Kenya, der dem Land seinen Namen gab, ist mit 5.199 Metern nach dem Kilimanjaro in Tansania der zweithöchste Berg Afrikas. Die Ureinwohner verehren den erloschenen Vulkan von jeher als Sitz Gottes. Aus Respekt richten sie ihre Hütten immer zum Mount Kenya hin aus. Am Fuße des Massivs breitet sich ein ertragreiches Hochlandgebiet aus – ideal für den Anbau von Kaffee. Die Region erstreckt sich vom Mount Kenya Richtung Westen und Südwesten zur Spitze der Aberdares, der längsten Bergkette im Land. Diese bildet einen Regenfänger und sorgt für reichlich Niederschlag auf die fruchtbaren Böden vulkanischen Ursprungs. 

Die Kaffeeernte findet zweimal im Jahr statt und erfolgt in reiner Handarbeit. Bei jeder Pflückung werden nur die wirklich reifen, tiefroten Kirschen geerntet; so sind oft mehrere Durchgänge nötig. Die Selektion direkt am Baum kostet viel Zeit und Mühe – lohnt sich jedoch: Denn schon eine einzige angefaulte Kaffeekirsche kann einen ganzen 60-Kilo-Sack guten Kaffees verderben.

Die feinen Früchte eines zarten Strauchs gewachsen mit dem Pioniergeist einer starken Frau

Die Erfahrung, dass Kaffeeanbau viel Kraft und Feingefühl abverlangt, machte auch Karen Blixen. Manchmal genügt schon ein leichter Morgenfrost, um einen Kaffeestrauch zu vernichten. Die Pflanzen sind sehr empfindlich. Sie vertragen weder starken Wind, viel Hitze, direktes Sonnenlicht oder Kälte. 

Ihre Idee, Kaffee auf 2.000 Metern zu pflanzen, stieß damals auf völliges Unverständnis. „Der Kaffee würde in dieser Höhe schlecht wachsen“, so die allgemein verbreitete Meinung. Doch der Erfolg gab ihr Recht. Heute ist es gerade die Höhenlage, die einen Arabica-Kaffee zu etwas ganz Besonderem macht: Je höher die Pflanze wächst, desto kühler ist auch die Jahresdurchschnittstemperatur. Die Kaffeekirschen reifen langsamer – und haben damit mehr Zeit, Geschmack, Aroma und feine Säuren zu entwickeln.


„Welche Hoffnung erfüllte das Herz, wenn die gesamte Belegschaft der Plantage die Pflanzen in geraden Reihen in die feuchte Erde senkte. Langsam würden sie wachsen, beschützt und in der für keimendes Leben angebrachten Dunkelheit durch die abgeschnittenen Zweige der nahe stehenden Büsche.“

So beschrieb Karen Blixen die ersten Wochen auf der Kaffeeplantage in ihrem autobiografischen Buch: „Jenseits von Afrika“.

Eine Landschaft wie im Film zwischen Elfenbein und Erdnüssen

Neben der endlos erscheinenden Natur gibt es zwei große urbane Zentren: Nairobi, im zentralen Hochland gelegen, und Mombasa, eine Hafenmetropole am Indischen Ozean. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage Richtung Arabien und Indien ist Mombasa die ältere der beiden Städte. Nairobi entstand erst im Zuge des Eisenbahnbaus. Die Bahnlinie zwischen Mombasa und Nairobi wurde im August 1899 eröffnet. Noch heute bildet sie eine wichtige Lebensader Kenias. Einst wurden auf dieser Strecke neben Elfenbein, Getreide, Tee und Erdnüssen auch Kaffee transportiert.