Erst lesen, dann genießen

Die Kaffeesorten, die weltweit am meisten getrunken werden, bestehen zum größten Teil aus den Bohnen der beiden wichtigsten Kaffeepflanzen Arabica und Robusta. Der edle Arabica-Kaffee hat einen Weltmarktanteil von rund 60% des produzierten Kaffees, enthält weniger Koffein als der Robusta und zeichnet sich durch ein milderes Aroma aus. Durch eine geschickte Mischung kann das Aroma des fertigen Kaffees facettenreich verändert werden. Der italienische Espresso enthält zum Beispiel 20% Robusta, was ihm seinen typisch kräftigen Geschmack verleiht.

Das A und O der Zubereitung

Neben den verwendeten Kaffeesorten hängt das fertige Ergebnis von einigen weiteren Faktoren ab:

  • Passt der Mahlgrad des Kaffees? 
  • Stimmt die Dosierung? 
  • Welchen Härtegrad besitzt das Wasser?

Kaffee selber mahlen

Wer seinen Kaffee jedes Mal frisch gemahlen genießt, kauft ihn als ganze Bohne. Wenn Sie einen Kaffee-Vollautomaten besitzen, ist die Kaffeemühle bereits integriert. Bei den Halbautomaten oder wenn Sie den klassischen Filterkaffee bevorzugen, brauchen Sie eine extra Kaffeemühle. 

Wurden diese früher noch mit einer Kurbel per Hand angetrieben, gibt es längst elektrische Mühlen in verschiedenen Größen. In jedem Fall können Sie mit einer guten Mühle den Mahlgrad selbst bestimmen. 

Was bewirkt der Mahlgrad?

Durch den Mahlgrad wird die Dauer der Extraktion – die Durchlaufzeit des Kaffees bestimmt. Ist der Kaffee zu fein gemahlen, dauert die Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeemehl zu lange und das Ergebnis kann leicht bitter und streng schmecken. Ist die Mahlung hingegen zu grob, läuft das Wasser zu schnell durch das Kaffeemehl und der Kaffee wird zu dünn. 

Für die Zubereitung in der Filterkaffeemaschine verwenden Sie am Besten fein gemahlenen und für die Stempelkanne grob gemahlenen Kaffee. 

Kleine Faustregel bei Vollautomaten: Wenn der Auslauf des fertigen Kaffees zu langsam ist, einfach den Mahlgrad gröber einstellen. Wenn der Auslauf zu schnell ist, wählen Sie einen feineren Mahlgrad.

Die richtige Dosierung

Die Dosierung ist ganz entscheidend für das fertige Produkt in der Tasse; sie bestimmt die Stärke und damit den Geschmack des Kaffees. Für Filterkaffeemaschinen empfehlen wir pro Tasse 6 – 8 g Kaffeepulver bei einer Brühzeit von maximal 8 Minuten. Es gibt praktische Messlöffel, die etwa 7 g Kaffee fassen und Ihnen so das Portionieren erleichtern.

Bei der French Press-Methode füllen Sie je Tasse 1 gehäuften Esslöffel Kaffeepulver in die Stempelkanne und gießen es dann mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser auf. Rühren Sie nun mit einem Löffel gut um, damit sich der Kaffee ideal entfalten kann. Nach vier Minuten drücken Sie den in der Kanne integrierten Stempel mit Metallsieb langsam und gleichmäßig nach unten. Dabei wird der Kaffeesatz von der Flüssigkeit getrennt. Den Kaffee anschließend direkt genießen. 

Bei der Handfilterung sollte das Wasser circa 95° C haben, also nicht mehr kochen – sonst treten Bitterstoffe in den Vordergrund. Kaffee schmeckt am Besten frisch zubereitet. Sollte eine größere Menge übrig sein, als Sie aktuell benötigen, füllen Sie den Kaffee in eine Thermoskanne um. 

Der Einfluss des Wassers

Wasser spielt eine entscheidende Rolle für guten Kaffee

Da Kaffee zu etwa 98 % aus Wasser besteht, kommt diesem naturgemäß eine bedeutende Rolle zu. Salze und Mineralstoffe des Wassers dienen als Geschmacksträger für das Aroma des Kaffees. Je mineralstoff- und sauerstoffhaltiger das Wasser ist, desto besser auch das Ergebnis. Der Härtegrad des Wassers ist ebenfalls von Bedeutung, unterscheidet sich von Region zu Region oft ganz erheblich und hängt vom so genannten pH-Wert ab. 

Sehr weiches, das heißt saures Wasser mit einem niedrigen pH-Wert betont die Säure des Kaffeemehls zusätzlich. Bei hartem Wasser mit hohem pH-Wert verliert der Kaffee an Geschmacksvolumen. Sollte Ihr Wasser sehr kalkhaltig sein, empfiehlt sich ein Wasserfilter.