Weil

Rheingau

Wilhelm Weil

Das begegnet uns in Kiedrich zum ersten Mal: Die prestigeträchtigen Lagen „Turmberg“ und „Gräfenberg“ sind mit einer feinen Schneeschicht überzuckert. Aber sonst ist – Gott sei Dank – alles beim „Alten“ im Weingut von Wilhelm Weil. Auch das hat Stil: Der Chef höchstpersönlich lässt es sich wie noch in jedem Jahr nicht nehmen, uns seine Weine persönlich zu präsentieren und den neuen Jahrgang zu kommentieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Jahrgang ganz groß wird – grandiose Weine.“ Wenn man bedenkt, dass Wilhelm Weil so gar nicht zu vorschnellen Urteilen neigt, jeglicher Übertreibung zutiefst abhold ist, wird man dieses Lob erst richtig einordnen. Und zudem spricht hier jemand mit 30-jähriger Erfahrung mit Riesling. Hier gibt’s nur Riesling und ausschließlich Riesling und nix als Riesling, und die nationale wie internationale Presse klassifizierte dieses Weingut unisono als „Weltklasse“. Wer wollte da widersprechen? Und wieso auch? Beim Verkosten der ganzen 2015er-Strecke vom Gutswein bis zur Auslese kommt uns ein ums andere Mal spontan die Vokabel „Weltklasse“ in den Sinn. Warum bloß?

Holzfasskeller
Gutshaus Panorama
Video: Dallmayr Winzerelite 2013 – Robert Weil