Molitor

Mosel

Markus Molitor

Visite auf Haus Klosterberg. Eine veritable Verkostungsgala rundet heuer unsere Mosel-Etappe ab. Wir hatten auch gar nichts anderes erwartet. Bevor uns die monströsen Pfeiler des unsäglichen Brückenprojekts übers Moseltal zu sehr deprimieren, dürfen wir abbiegen und hinauffahren zum rundum renovierten Weingut, wo schon wieder mal alles perfekt vorbereitet ist für eine Degustation der Superlative. Nach dem gigantischen Aufwand in 2014 treibt der aktuelle Jahrgang dem Hausherrn unverkennbar Genugtuung ins stoische Gesicht. Trotz des trockenen Sommers rühmt Markus Molitor außergewöhnlich hohe Extraktwerte und eine „faszinierende Säure“. „Das hat richtig Animation, da fliegt man weg!“ Der Mann, der im tiefstmöglichen Bass so gar nicht zur Selbstzufriedenheit neigt, erwähnt so beiläufig wie grinsend 20 Auslesen und sieben TBAs, die seine Crew diesmal einfahren konnte. Inmitten dieser Fülle des Spektakulären fällt uns die Beschränkung auf drei Kandidaten verdammt schwer, doch an den beiden Sonnenuhren kommen wir einmal mehr einfach nicht vorbei. Und als Juwel aus der Schatzkammer entführen wir die brillante feinherbe Auslese von 2006.

Weingut Molitor
Zeltinger Sonnenuhr
Video: Dallmayr Winzerelite 2013 – Molitor